
Interview – Zeitungsartikel 50 Jahre Schule – Projektarbeit Kl10 2026
6. März 2026
Projektarbeit Klasse 10 2026 – Zuarbeit für Fachschaft Kunst
6. März 2026Ein Rückblick
Anlässlich des 50-jährigen Jubiläums der Oberschule Rauschwalde werfen wir in diesem Video einen Blick auf die bewegte Geschichte unserer Einrichtung. In persönlichen Interviews berichten langjährige Lehrer und unsere Sekretärin von ihren prägendsten Erinnerungen und Erfahrungen aus dem Schulalltag. Dabei erzählen sie anschaulich, wie sich der Lehrplan, die eingesetzten Technologien und die Herausforderungen für die Schüler im Laufe der Jahrzehnte gewandelt haben. Neben tiefgründigen Gedanken zur Digitalisierung und Zukunftsorientierung kommen auch humorvolle Anekdoten aus dem Unterricht nicht zu kurz. Begleiten Sie uns auf dieser spannenden Zeitreise und entdecken Sie, was unsere Schule gestern wie heute so besonders macht.
Transkript des Jubiläumsinterviews
Interviewer: Hallo und herzlich willkommen zu unserem 50-Jahre-Jubiläumsinterview mit einigen Lehrern unserer Schule. Vor uns sitzt einer von 33 Lehrern, der uns heute erzählen möchte, wer er ist und was er unterrichtet.
Frau Graf: Ich heiße Frau Graf. Ich unterrichte die Fächer Englisch und Geografie und bin seit der Eröffnung dieser Oberschule Rauschwalde im Jahr 1992 hier tätig.
Interviewer: Okay, interessant. Und wenn Sie könnten, würden Sie etwas an unserem Schulsystem ändern?
Frau Graf: Ja, ich habe in meinen Dienstjahren ja einiges erlebt. Generell möchte ich erst mal sagen, dass ich an den Lehrplänen nicht viel ändern möchte oder würde. Ich möchte schon, dass die Lehrpläne so bleiben, damit die Schüler wirklich eine große Allgemeinbildung sich aneignen können.
Interviewer: Und gab es einen Moment in Ihrer Laufbahn, auf den Sie besonders stolz sind?
Frau Graf: Rückblickend möchte ich sogar einige Momente erwähnen. Ich denke an die Renovierung unserer Schule, die vor gut zehn Jahren stattfand. Da sind wir für ein Jahr ausgezogen nach Weinhübel und auch ans Berufsschulzentrum. Seitdem aber haben wir hier wunderbare Bedingungen an unserer Schule und das macht das Lernen um einiges einfacher. Und in meiner Tätigkeit habe ich auch mit vielen Schülern an Wettbewerben teilgenommen, sowohl an der Geografie- als auch an der Englischolympiade. Besonders stolz macht es mich dann, wenn Schüler dort sehr erfolgreich abschneiden. Und eine letzte Sache ist: Seit dem Jahr 2000 führen wir an unserer Schule eine Fahrt nach England durch. Ich habe also in diesen vielen Jahren viele wunderschöne Fahrten und tolle Erlebnisse erleben dürfen. Das macht mich eigentlich stolz, dass ich das so viele Jahre geleitet habe. Jetzt allerdings habe ich diese ehrenvolle Aufgabe an einen anderen Kollegen abgegeben.
Interviewer: Also, Sie haben ja auch vorhin schon erwähnt, dass Sie seit 1992 schon Lehrer an unserer Schule sind. Was hat sich seitdem in unserem Schulsystem am meisten verändert?
Frau Graf: Da kann ich einiges berichten. Als ich hier 1992 angefangen habe, hieß die Schule "Mittelschule Fünf". Inzwischen ist es die Oberschule Rauschwalde. Des Weiteren gab es meines Erachtens das Fach WTH noch nicht. Dafür gab es Neigungskurse; hier konnten sich die Schüler entsprechend ihrer Interessen eintragen. Russisch war 1992 noch die erste Fremdsprache, inzwischen ist es Englisch. Dadurch hat sich auch der Umfang der Abschlussprüfung in diesem Fach sehr erweitert: Die Schüler müssen einen mündlichen und einen schriftlichen Teil absolvieren. Viele Fächer und Unterrichtsmethoden sind inhaltlich inzwischen verändert und an die heutige, moderne Zeit angepasst worden. Ich selbst musste auch lernen, wie man eine PowerPoint-Präsentation erstellt, und mich mit anderen modernen Lernmethoden auseinandersetzen. Was mir inzwischen jedoch viel Spaß macht und ich eigentlich auch sehr nützlich empfinde, dass ich das alles noch lernen durfte.
Interviewer: Jetzt sitzen wir hier mit dem zweiten von 33 Lehrern, der uns heute ebenfalls erzählen möchte, wer er ist und was er unterrichtet.
Frau Hiller: Also, ich bin die Frau Hiller. Bin 60 Jahre alt. Bin in erster Linie Mensch und dann Lehrer. Und ich unterrichte Deutsch und Geschichte.
Interviewer: Was glauben Sie, beschäftigt junge Menschen heute mehr als früher?
Frau Hiller: Heute mehr beschäftigt junge Menschen Digitalisierung, soziale Medien. Das hatte man früher überhaupt nicht. Das frisst natürlich auch viele soziale Beziehungen, finde ich. Worüber wir uns früher auch kaum Gedanken gemacht haben, ist Klimaschutz. Das spielt heute eine wichtige Rolle, das war bei uns überhaupt kein Thema. Und was alle gleich beschäftigt, ist, denke ich, die Zukunft. Das hat uns früher beschäftigt und das beschäftigt, denke ich mal, auch die jungen Leute heute. Was sie noch für eine Zukunft haben, wie sieht es aus mit Beruf, mit Familie und was sie für Ziele verwirklichen können. Ich denke, das ist gleich geblieben, ja.
Interviewer: Und die letzte Frage ist: Was war der ungewöhnlichste Kommentar, den Sie je von einem Schüler gehört haben? Da ist es egal, ob es heute oder früher war.
Frau Hiller: Oh, da habe ich gerade einen ehemaligen Schüler. Der hatte mir das erklärt, dass er das hatte. Der hat mal unter einer Arbeit geschrieben: „Gott weiß alles, ich weiß nichts.“ Und da hat der Lehrer dann darunter geschrieben: „Gott bekommt eine 1, du eine 6.“ Das fand ich gut.
Interviewer: Nun sitzen wir vor der letzten Person unseres Interviews, unserer Sekretärin. Diese war damals Schüler an unserer Schule und deswegen haben wir die Frage: Wie nahmen Sie Ihre Schulzeit damals wahr und wie nehmen Sie die Schulzeit heute wahr?
Sekretärin: Rückblickend würde ich meine Schulzeit besonders im Vergleich zur heutigen als entspannter bewerten. Nicht bezogen auf den Lernstoff, sondern auf den sozialen Druck, der durch Social Media wie TikTok und Instagram besonders auf junge Menschen ausgeübt wird.
Interviewer: Okay. Und wussten Sie direkt, ob Sie wieder in dieselbe Schule wollen?
Sekretärin: Das war reiner Zufall. Als ich 2011 mein Abschlusszeugnis erhielt, hätte ich nie im Traum daran gedacht, dass ich dieses Gebäude je wieder betreten würde.
Interviewer: Und was wünschen Sie sich für die Zukunft der Schule?
Sekretärin: Ich wünsche mir, dass wir modernere Technologien weiter sinnvoll nutzen und Schüler gut auf die Herausforderungen der Zukunft vorbereiten.
Interviewer: Okay, vielen Dank, dass Sie sich die Zeit für uns genommen haben.



